Sex ohne Höhepunkt: Wie du trotzdem Spaß hast!

Zugegeben: Wir Frauen sind schon ein wenig anspruchsvoller beim Sex als so manche Männer. Aber weibliche Orgasmen kommen eben nicht einfach so oder besser gesagt nicht ohne die richtige Stimulation. Wir haben gefragt, wie wichtig Frauen der vaginale oder klitorale Orgasmus wirklich ist und interessante Antworten darauf bekommen. Welche Rolle G-Punkt, Kitzler und die Vagina beim Höhepunkt tatsächlich spielen und was du tun kannst, um (auf deine Kosten) zu kommen, erfährst du hier.

Erfahre mehr über deine Vagina

Was passiert bei einem Orgasmus?

Wie entsteht eigentlich ein Orgasmus oder besser gesagt, wie kommt man zum Orgasmus? Nun, es gibt zwei Varianten: den klitoralen und den vaginalen Höhepunkt. Allerdings kommen überhaupt nur gut 50 % aller Frauen, und zwar bei weitem nicht jedes Mal. Nach der Menopause reduziert sich diese Zahl noch weiter, was allerdings viel mit dem Rückgang des weiblichen Sexualhormons zu tun hat. Das wirft doch aber die Frage auf, warum so viele Menschen der Meinung sind, der Sex wäre nur gut, wenn die Frau einen Orgasmus erlebt? Aber zurück zum Thema. Es ist wahlweise die Stimulation des Kitzlers oder des G- bzw. A-Punktes, die dich zum Big O bringt. Während der G-Punkt nur einige Zentimeter hinter dem Scheideneingang liegt, befindet sich der A-Punkt direkt vorm Muttermund. Bei manchen Stellungen, oder wenn dein Freund einen eher kurzen Penis hat, kann der A-Punkt also gar nicht erreicht werden. Aber auch wenn „er” lang genug, muss der Sex im Schnitt schon 30-40 Minuten dauern, damit ein vaginaler Orgasmus möglich wird. 

Mehr Orgasmen als Escort Dame!

Der Klitoris Orgasmus ist daher auch deutlich häufiger als jener, der wirklich durch die Penetration des Glieds hervorgerufen wird. Tatsächlich beträgt das Verhältnis etwa 3:1. Auf dem Weg zum Höhepunkt durchlebst du aber bei beiden Orgasmen verschiedene Phasen:

  • Erregungsphase: Brust und Brustwarzen, Schamlippen und Klitoris schwellen an, du wirst feucht und deine Haut rötet sich aufgrund der stärkeren Durchblutung. 
  • Plateauphase: Dein Atem und dein Puls beschleunigen sich, die Anspannung der Muskeln nimmt zu. Dadurch verengt sich deine Vagina und dein Kitzler wird empfindlicher.
  • Orgasmus-Phase: Wenn die Erregung durch die Berührungen der Klitoris oder der Vulva intensiv genug ist, schießen dein Puls, der Blutdruck und die Atmung nochmal in die Höhe. Die Muskulatur deines Beckenbodens und der Scheide ziehen sich rhythmisch zusammen und ein immenses Wohlbefinden überfällt deinen Körper- und dein Gehirn. Nicht umsonst heißt es, Sex findet im Kopf statt. Denn die Ausschüttung von Endorphinen ist ein wesentlicher Bestandteil deiner Erregung und des Orgasmus.
  • Rückbildungsphase: Dein Körper beruhigt sich wieder, du atmest ruhiger und der Puls wird langsamer. Allerdings ist deine Erregungskurve noch recht hoch und du könntest jetzt vermutlich schneller zu einem weiteren Orgasmus gelangen.

 

Vaginaler und klitoraler Orgasmus entscheiden sich also darin, ob du durch die Stimulationen deines äußeren Geschlechtsorgans oder die Penetration deiner innenliegenden Lustpunkte kommst.

Das Problem

Genau genommen sind es sogar zwei Probleme, oder drei? Natürlich mögen auch Männer ausgiebigen Sex- aber sie können schon nach kürzester Zeit kommen. Manchmal ist „die Sache” in unter drei Minuten erledigt, da fangen viele von uns Mädels ja gerade erst an, so etwas wie Erregung zu spüren. Und: Einige Herren der Schöpfung scheren sich entweder herzlich wenig um die Befriedigung der Frau ODER fühlen sich als Versager, wenn die Liebste nicht kommt. Ersteres ist sehr frustrierend, letzteres baut unheimlich viel Druck auf- und beides ist schlecht für das Liebesleben. Was ist also zu tun, wenn dein letzter Orgasmus auch schon wieder eine ganze Weile her ist? Ganz einfach, du kannst tatsächlich üben, schneller oder überhaupt zu kommen. Allerdings erfordert es auch klare Ansagen an deinen Mann, denn er muss lernen, wie die Stimulation von Klitoris und G- bzw. A-Punkt bei dir funktioniert. Legen wir los!

So können auch Frauen helfen wenn der Mann zu schnell kommt

Ein schöner Orgasmus will trainiert sein

Weißt du eigentlich genau, wo und welche Art der Stimulierung bei dir die größte Lust auslösen? Denn bevor wir deinen Partner ins Spiel bringen, musst du dir selbst bewusst sein, an welchen Stellen Berührungen wohlige Schauer durch deinen Körper jagen. Um das herauszufinden, gibt es nur eins: selbst Hand anlegen. Aber auch hier geht es nicht nur um deinen Intimbereich, denn hundertprozentig hast du noch einige andere erogene Zonen. Nacken, Ohrläppchen, der Busen oder die Innenseite der Oberschenkel zum Beispiel reagieren bei vielen Frauen äußerst sensibel auf Küssen, Lecken, Knabbern und Co. Eine besonders interessante Info haben wir auch noch entdeckt: Offenbar wissen Frauen besser, wie sie Frauen so richtig antörnen können. Denn beim Liebesspiel zwischen zwei Damen kommen eigenen Angaben zufolge ganze 86 % der Mädels voll und ganz auf ihre Kosten. Wow! Das sind ja spannende Infos. Dein Guide für die Selbstentdeckung und das anschließende Üben kommt hier:

  1. Wähle einen Zeitraum und eine Umgebung, in der du ungestört bist und dann bitte Kopf ausschalten. Denn nur, wenn du entspannt bist, wird es auch was mit dem Erforschen deines Körpers.
  2. Wenn du mit deinen Streicheleinheiten im Intimbereich ankommst, probiere doch mal Folgendes: Berühre zunächst überhaupt nicht den Kitzler, sondern spiele nur um die empfindliche Perle herum. Viele Frauen finden das indirekte Drücken, Reiben, Zupfen oder Klopfen wesentlich erregender, als wenn es direkt auf dem mit Nerven übersäten Punkt geht.
  3. Ein gleichmäßiges Tempo gefällt den meisten Ladys ebenfalls besser als abrupte Änderungen der Geschwindigkeit. Variiere zwischen verschiedenen Tempi und entdecke in aller Ruhe, was dich so richtig auf Touren bringt.
  4. Geheimtipp vom Profi: Mastur-Dating. Sexualtherapeutinnen raten dazu, regelmäßige Ich-Zeiten einzuplanen, um sich mit den erogenen Zonen auseinanderzusetzen. Wenn du es dann draufhast und genau sagen kannst, wobei du so richtig abhebst, beginnst du damit, deinen Partner zu unterweisen.
  5. Eine gute Idee kann es sein, wenn du dich vor deinem Mann selbst zum Höhepunkt streichelst. Dann hat er eine nachhaltige Vorstellung davon, wie er dich ab sofort berühren sollte.

Karezza kann auch besonders intensiv sein!

Karezza ist vom italienischen Wort carezza abgeleitet und bedeutet so viel wie Liebkosung. Es handelt sich hierbei um einen wieder entdeckten Sex-Trend, bei dem auch der Mann freiwillig auf einen Orgasmus verzichtet. Das wird sicherlich nicht beim ersten Anlauf klappen, aber wenn er die Idee dahinter versteht, wird er sich sicher mehr Mühe geben. Denn hier geht es darum, dass das Ziel des eigentlichen Akts nicht zwangsläufig im Samenerguss bzw. Orgasmus liegt. Es geht vielmehr darum, die sexuelle Energie fließen zu lassen und dies ganz bewusst zu erleben, ohne durch Orgasmus-Wellen abgelenkt zu werden. Diese Spielart hilft Männern meist sehr, sich in die Partnerin hineinzuversetzen. Außerdem erkennen sie dann häufig auch, dass ein Höhepunkt nicht immer- oder geradezu zwanghaft erreicht werden muss. Sex ist Intimität, Zweisamkeit, sich fallen lassen und Vertrauen, da müssen weder er noch sie unbedingt kommen.

Was sagen die Ladies dazu?

Wir nehmen es gleich mal vorweg: Ein sehr großer Teil der Damenwelt hat kein Problem damit, Sex ohne Orgasmus zu haben. Warum auch? Viele wissen selbst um die Fakten, dass eben längst nicht jede Frau jedes Mal kommt. Wozu sich selbst und den Partner also unnötig unter Druck setzen? Augen zu und genießen ist daher bei fast allen Mädels die Devise. Und das können wir Frauen richtig gut, zumindest wenn wir uns mit unserem Partner in der Kiste wirklich wohl fühlen.

  • Sabine: Ich verstehe wirklich nicht, warum alle so auf den Orgasmus fixiert sind. Ich habe vielleicht 20 im Leben gehabt! Aber den gesamten Sex auf diese paar Sekunden zu reduzieren finde ich fast schon befremdlich. Ich schlafe gerne und regelmäßig mit meinem Mann und es ist auch ohne Orgasmus toll.
  • Claudi: Auch ich gehöre zu den Frauen, die recht selten zum Höhepunkt gelangen. Doch ich betrachte unseren Sex immer als eine Reise und die genieße ich im Ganzen. Der kurze Ausflug zum Orgasmus ist zwar toll, aber eben auch kurz.
  • Diana: Einen vaginalen Orgasmus hatte ich noch nie- aber mein Schatz leckt mich öfters klitoral in den siebten Himmel. Unseren Sex genieße ich trotzdem in vollen Zügen, warum auch nicht?
trainiere das große O als Escort und bewirb dich noch heute!